Grippe oder Erkältung (grippaler Infekt)?

Erkältung oder Grippe: Was sind die Unterschiede?

Die Begriffe Erkältung und Grippe (Influenza) werden gern einmal verwechselt. Dies ist nicht verwunderlich, denn schließlich haben diese beiden Krankheitsbilder teilweise ähnliche Symptome. Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und eine Abgeschlagenheit beispielsweise können sowohl bei der Erkältung als auch bei der Grippe auftreten. Da fällt es manchmal schon schwer, zu erkennen, ob es eine Erkältung oder die echte Virus-Grippe ist. Der folgende Ratgeber erläutert Ihnen die Unterschiede zwischen den beiden Erkrankungen.

Grippe oder Erkältung? Welche Unterschiede gibt es?

Zwischen einer Erkältung und der ernst zu nehmenden Grippe gibt es einige Unterschiede. Es ist wichtig, dass Sie diese auch kennen, da bei einer Grippe Komplikationen auftreten können, beispielsweise eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung. Sowohl bei einer Erkältung als auch bei einer Grippe treten Symptome wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen auf, allerdings handelt es sich bei einer Grippe meistens um einen trockenen Reizhusten, bei dem kein Schleim produziert wird. Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist, dass die Symptome bei einer Grippe im Vergleich zur Erkältung sehr plötzlich auftreten und üblicherweise auch heftiger sind. Wenn gerade eine Grippe im Umlauf ist, steigt ebenso das Risiko, dass es sich nicht nur um eine harmlose Erkältung handelt. Auch die Jahreszeit spielt eine wichtige Rolle, denn Erkältungen treten eher in der kalten Jahreszeit auf, während die Grippe zwar auch im Winter häufig vorkommt, allerdings letztendlich ganzjährig beobachtet wird.

Die Erkältung kommt langsam, aber geht schnell und die Grippe kommt plötzlich und bleibt lange

Die anfänglichen Symptome einer Erkältung sind ein Kratzen im Hals bis hin zu Halsschmerzen. Innerhalb der nächsten Tage folgen häufig Schnupfen, Husten, sowie zum Teil Kopfschmerzen und eine erhöhte Temperatur. Der Höhepunkt ist zwei bis drei Tage nach dem Ausbruch des Infektes erreicht. Nach ungefähr einer Woche ist die Erkältung im Großen und Ganzen überstanden, zumindest bei Menschen, die unter keinen weiteren Krankheiten leiden. Während die Erkältung häufig mild verläuft, sind die Symptome bei der Grippe hingegen meistens heftig. Die Influenza kommt schnell und im Handumdrehen zeigt sich ein extremes Krankheitsgefühl, das neben den Symptomen einer Erkältung zusätzlich mit einem Fieber, das sehr schnell bis auf 40 Grad ansteigt, mit Schüttelfrost, Kopf-, Glieder- und Brustschmerzen, einer Atemnot, sowie einer massiven Erschöpfung einhergeht. Während die Erkältung in erster Linie die Atemwege erfasst, ist es bei der Grippe der gesamte Körper. Bei der Influenza können Symptome wie ein trockener Husten, eine Heiserkeit, angeschwollene Lymphdrüsen, eine Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit sowie eine starke Müdigkeit hinzukommen.

Bei einer Grippe einen Arzt aufsuchen

Wenn sich die ersten Anzeichen finden, dass es sich um eine Grippe handeln könnte, ist der Gang zum Arzt empfehlenswert, beispielsweise wenn das Fieber höher als 39 Grad angestiegen ist oder über zwei Tage anhält. Wenn der Körper sehr geschwächt ist, können Bakterien zusätzlich Komplikationen verursachen, zum Beispiel eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung. Daher ist bei einer Grippe eine ärztliche Behandlung sehr wichtig. Bei einer schweren Erkrankung können neben den Atemwegen andere Organe wie der der Magen-Darm-Bereich, die Gelenke oder das Gehirn erkrankt sein. Gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Ganz gleich, ob es sich um eine Grippe oder Erkältung handelt, grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie sich schonen, da der Körper geschwächt ist und keinen Belastungen ausgesetzt werden sollte, wozu die Betroffenen bei einer Grippe ohnehin nicht in der Lage sein werden.

Fazit

Vor allem bei einer Grippe ist es sehr wichtig, dass Sie diese sehr ernst nehmen. Aus einer Erkältung kann keine Grippe werden, wie viele Menschen befürchten, da die Grippe von anderen Virentypen ausgelöst wird. Dennoch sollten Sie beachten, dass auch eine Erkältung, die zunächst harmlos verläuft, ein größeres Problem werden kann. Wenn beispielsweise das Atmen, Husten, die Stirn oder der Bereich der Augen sehr schmerzt, ein eitriger oder gar blutiger Auswurf auftritt, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Zudem kann eine Erkältung das Immunsystem schwächen, wodurch vorhandene Grippeviren ein leichteres Spiel haben.

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